Der Blog & Podcast von Martin Matheo Doeller

Der März ist ein interessanter Monat. Er ist die Schwelle. Draußen kämpfen die ersten Sonnenstrahlen gegen die letzte Kälte und in uns regt sich oft eine ähnliche Unruhe. Viele spüren: Es ist Zeit für eine neue Richtung.
Aber wohin eigentlich?
Früher gab es „Landkarten“ für unser Leben. Man wusste in etwa, wie ein Leben aussehen kann, eine Karriere, wie man eine Familie gründet und was das strapazierte Wort Erfolg bedeutet. Doch diese alten Karten funktionieren nicht mehr. Die Welt wandelt sich, und zwar radikal. Die Frage ist nur, wohin? Um uns herum ist es laut, digital überfrachtet und alles geht beängstigend schnell, KI lässt grüßen und wirft ihre Schatten voraus. In diesen „neuen Zeiten“ reicht es nicht mehr, im Strom mitzuschwimmen. Mehr denn je braucht es etwas, das tiefer sitzt: einen inneren Kompass.
Wir leben in einer Zeit der permanenten Ablenkung. Jeden Morgen, noch bevor wir den ersten Kaffee getrunken haben, prasseln die Meinungen, News und Erwartungen anderer über das Smartphone auf uns ein. Meistens sind es keine guten News. Wir vergleichen unser „echtes“ Leben mit den gefilterten Highlights anderer – auch und gerade im Erfolgs- und Businesskontext. Benchmarks und KPI lassen grüßen.
Das Problem dabei? Wer ständig nach außen schaut, vergisst, wie es sich innen anfühlt.
Das gilt für Menchen ebenso, wie für Organisationen. Wenn wir keinen inneren Kompass haben, werden wir zu Spielbällen der Umstände. Wir reagieren nur noch, statt zu agieren. Oft ist das der Anfang vom Ende und die Demotivationsspirale beginnt sich immer schneller zu drehen.
Viele rennen in eine Richtung, von der wir am Ende feststellen, dass sie gar nicht unsere eigene war.
Ein innerer Kompass sagt dir nicht unbedingt, wo du in fünf Jahren sein wirst. Er zeigt dir, wer du heute sein könntest. Er arbeitet mit deinen Werten, deiner Intuition und der Fähigkeit, auf deine eigene Stimme und deine Erfahrungen zu hören. Besonders dann, wenn die Welt um dich herum immer lauter schreit.
Warum brauchen wir es jetzt mehr denn je?
Du musst dein Leben nicht von heute auf morgen umkrempeln. Eine neue Richtung beginnt mit kleinen, bewussten Schritten:
Der Frühling erzwingt nichts, er lässt geschehen. Die Natur vertraut darauf, dass die Richtung stimmt. So könnten wir es auch versuchen.
Ich lade dich ein, diesen Monat nicht nur deine Garderobe oder deinen Schreibtisch neu zu sortieren, sondern auch deinen inneren Kompass zu putzen. Denn was es mehr denn je braucht sind Menschen, die nicht nur funktionieren, sondern die mit Haltung, Herz und Hirn Zukunft machen.
Möge die Übung gelingen!
Foto: wirestock on freepik.com





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